Claudia Guarín

Die gebürtige Kolumbianerin war bereits Bratschistin der Orquesta Filarmónica de Bogotá bevor sie sich für ein Gesangstudium entschied. Sie schloss ihr Studium 2005 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Meisterklassen bei Klessie Kelly-Moog an der Academie de Musique de Sion und Helena Lazarska an der Internationalen Musikakademie Salzburg sowie Privatstudien bei Paula Anglin in London und Franco Pagliazzi in Florenz, vervollständigten ihre Ausbildung.
Zu ihrem Repertoire zählen u.a. Contessa und Susanna (Le nozze di Figaro), Pamina (Die Zauberflöte), Fiordiligi (Cosi fan tutte), Mimi (La Boheme), Gretel (Hänsel und Gretel), Adina (L’elisir d’amore), Lauretta (Gianni Schicchi) oder Micaela (Carmen). 2001 war Sie im Rahmen eines Japan Gastspiels des Stadttheater Baden als Rosina in Rossinis „Il Barbiere di Siviglia“ zu hören. 2002 wirkte Sie als Allegorie der Tropfen bei der Uraufführung und anschließende CD Einspielung von Wolfgang Sausengs Kirchenoper „Das Staunen des Ezechiel“, unter der Leitung von Erwin Ortner mit. Mit dem Sopranpart in Orffs „Carmina Burana“ feierte Sie 2003 ihr Debüt im goldenen Saal des Wiener Musikvereins. 2004 sorgte Sie für Aufsehen mit ihrer Verkörperung der Cleonilla in Vivaldis „Ottone in villa“ an der Kammeroper Graz, sowie der Serpetta in Mozarts „La finta Giardiniera“ an der Wiener Kammeroper. 2005 war sie Clarice in Haydns „Il mondo della luna“ an der Grazer Kammeroper. Als Einspringerin in der Rolle der Vespina in Haydns „L’infedeltá delusa“ feierte Sie schliesslich, unter der Leitung von Adam Fischer, ihren Debüt bei den Internationalen Haydn Festspiel in Eisenstadt. 2006 folgte ihr Debut als Solistin mit dem Orquesta Filarmónica de Bogotá in Haydns „Schöpfung“ unter Andrés Orozco-Estrada. Mit den Wiener Symphoniker wirkte sie als Solistin bei der Uraufführung von Helmut Neumanns „Menschlichkeitskantate“ im Wiener Musikverein mit. 2008 übernahm Sie, erneut unter Orozco-Estrada, den Solopart in Mahlers 4. Symphonie sowie in Villalobos Bachiana Brasileira No. 5. Es folgten Auftritte bei den Opernfestpielen St. Margarethen 2009 (Rigoletto) sowie in Japan und Ungarn u.a. mit dem Vienna Strauss Orchester. Mit Darius Milhauds „Operas Minutes“ debütierte Sie bei den Carinthscher Sommer 2011.
Einen wichtigen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet zudem das Konzertfach. Durch zahlreiche Auftritte, u.a. in Bachs „Weihnachtsoratorium“ (Wiener Konzerthaus), „Matthäus-Passion“ (Wiener Bachgemeinde), Mozarts „Requiem“ (Orchester der Volksoper Wien), „Grabmusik“ (Ensemble NovAntique Linz), Pergolesis „Stabat Mater“ (Musica Sacra Zilina), Vivaldis „Gloria“ (Stift Zwettl), Haydns Theresien Messe  {Europäischen Wochen Passau), Händels „Messias“ (Camerata de Bourgogne) oder als Rose in Schumanns „Der Rose Pilgerfahrt“, konnte Sie sich bereits ein breites Repertoire an eignen. Liederabende gab sie an der „Gesellschaft für Musiktheater“ in Wien, im Wolf Haus Perchtoldsdorf, an der Chiesa di Filetto in Ravenna, Sala Avianca in Barranquilla sowie Sala Luis Angel Arango in Bogotá. Andere Verpflichtungen brachten die Sängerin nach Gibraltar, St. Petersburg, Frankreich, Deutschland, Polen, Luxemburg und in den Südpazifischen Raum. Darüber hinaus Fernseh- und Radioübetragungen (Ungarischer Rundfunk, ORF und ZDF).
Seit Jahren mit einem kammermusikalischen Abend rund ums Mozarts Requiem zu Gast auf Schloß Stuppach, präsentiert sie kommenden September ebendort ein Soloabend mit Musik von Mozart, Salieri, Glück und Lully.
Claudia Guarin war Finalistin beim 3. Internationalen Hilde-Zadek-Gesang-Wettbewerb 2003 in Wien und ist Preisträgerin der Fundación Mazda para el Arte y la Ciencia für künstlerische Exzellenz.